|
Mein ganzer Körper singt - Uena 17.12.2006 |
|
|
|
|
Geschrieben von Jens Rehbehn
|
|
Sonntag, 17. Dezember 2006 |
|
Adonai sowie die Gospel-Mass-Band konzertierten in der Klosterkirche.
Einen geradezu triumphalen Erfolg erzielte der Gospelchor Adonai Uetersen - Am Kloster und die ihn begleitende Hamburger Band „Ingo Hassenstein & friends“ mit der Aufführung von Robert Rays „Gospel Mass“ am Sonnabend und Sonntag in der Klosterkirche zu Uetersen. Von Siegfried Schilling
Uetersen. Der starke, lang anhaltende Beifall der begeisterten Zuhörer, die von ihren Sitzen aufgesprungen waren, steigerte sich zu rhythmischem Klatschen und Trampeln. Hochrufe wurden laut. Dies war das überwältigende Echo auf ein bedeutsames und eindringliches musikalisches Ereignis in der Klosterkirche – die lebendige und nahe Aufführung von Robert Rays „Gospel Mass“ durch den Gospelchor Adonai Uetersen - Am Kloster sowie die ihn begleitende Hamburger Band „Ingo Hassenstein & friends“ (Gospel Mass Band, Daniel Schunn, Torben Richter, Ingo Hassenstein, Christopher Klemm). Die Aufführenden ließen ihrer Freude über das gelungene Konzert freien Lauf und brachten eine Zugabe nach der anderen – bis es nicht mehr ging. Das gewiss noch lange nachwirkende und weithin ausstrahlende Musikereignis stellt sicherlich einen Höhepunkt im Reigen der vielen exzellenten und durchweg gut besuchten Konzerte in der Klosterkirche dar und ist eine eindrucksvolle Bestätigung für das Wirken und das entschiedene Engagement des Kirchenmusikers Eberhard Kneifel, dem die Gesamtleitung oblag. Die Gospelmesse ist tief in der Geschichte des Gottesdienstes verankert und macht sich die alte Liturgie zu eigen. Kyrie, Gloria, Halleluja und das Credo haben einen Sinn: Sie geben dem Gottesdienst eine Struktur, einen Weg, einen Spannungsbogen, den die Feiernden vollziehen. Sie lehnt sich musikalisch an die Tradition der Spirituals an. Robert Ray schrieb seine Gospelmesse im Jahre 1981 für Solo, Chor und Band. Sie verbindet die traditionellen Gottesdiensttexte mit Elementen des Jazz und der Gospelmusik. Die Aufführenden sowie der Gesangssolist Hartmut Naumann, interpretierten das Werk auf eine Weise, der sich kein Zuhörer in der Klosterkirche entziehen konnte: Die Musik übte eine geradezu suggestive Kraft und Faszination aus und ergriff den ganzen Menschen in seiner Spiritualität und Emotionalität. Der überwältigende Jubel, mit dem Chor und Band am Schluss überschüttet wurden, war verdient.
|
|
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 4. April 2007 )
|